Warum ist traumasensibles Yoga anders?

Vielleicht kennst du Yoga bereits – oder vielleicht ist es ganz neu für dich. Im traumasensiblen Yoga steht nicht im Vordergrund, eine Haltung möglichst genau auszuführen oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Im Mittelpunkt stehst du – mit deiner Wahrnehmung, deinen Grenzen und deinen eigenen Entscheidungen.
Der Körper bestimmt das Tempo
Wie fühlt sich diese Bewegung gerade an? Möchte ich sie ausprobieren? Möchte ich etwas verändern oder lieber eine Pause machen?
Im traumasensiblen Yoga gibt es immer wieder Raum, genau das wahrzunehmen.
Deshalb arbeite ich mit Einladungen und Wahlmöglichkeiten statt mit starren Vorgaben. Du entscheidest, welche Bewegungen du ausprobieren möchtest und was sich für dich gerade nicht stimmig anfühlt. Jede Übung darf angepasst, verkürzt oder ausgelassen werden.
Was das konkret bedeutet
- Körperliche Hilfestellungen oder Berührungen erfolgen nicht ungefragt
- Bewegungen können jederzeit angepasst oder beendet werden
- Pausen sind jederzeit möglich, ohne dass du dich erklären musst
- Du entscheidest selbst, ob du deine Augen offen oder geschlossen halten möchtest
- Deine eigenen Grenzen und Empfindungen dürfen wichtiger sein als die äußere Form einer Haltung
Warum das wichtig ist
Belastende Erfahrungen können sich auch darin zeigen, wie wir unseren Körper wahrnehmen – zum Beispiel durch Anspannung, innere Unruhe oder das Gefühl, wenig Verbindung zum eigenen Körper zu haben.
Im traumasensiblen Yoga geht es deshalb nicht darum, Entspannung zu erzwingen oder etwas „wegzumachen“. Sanfte, selbstbestimmte Bewegung und achtsame Körperwahrnehmung können einen Rahmen bieten, in dem du deinen Körper wieder bewusster wahrnehmen und eigene Entscheidungen treffen kannst.
Es geht nicht darum, etwas zu leisten oder zu erreichen.
Es geht darum, wahrzunehmen, was für dich in diesem Moment stimmig ist.
Du bestimmst das Tempo. Alles darf sein – nichts muss.



